2.9Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten
in Mio. CHF | Dienstaltersgeschenke | Personalrückstellungen / Restrukturierung 1 | Rückbaukosten und Altlasten | Prozessrisiken, Übrige 1 | Total |
Stand 1. Januar 2024 | 10.5 | 4.0 | 0.6 | 2.3 | 17.4 |
Abgänge Konsolidierungskreis | - | - | - | -0.0 | -0.0 |
Bildung | 2.5 | 23.0 | 3.1 | 19.1 | 47.7 |
Auflösung | -1.4 | -0.3 | - | -0.8 | -2.5 |
im Geschäftsjahr benutzte Beträge | -0.9 | -6.5 | - | -0.5 | -7.9 |
Währungseffekte | - | - | - | 0.0 | 0.0 |
Stand 31. Dezember 2024 | 10.7 | 20.2 | 3.7 | 20.0 | 54.6 |
unter 1 Jahr | 1.2 | 11.4 | 0.7 | 16.7 | 30.0 |
1 bis 5 Jahre | 9.5 | 8.8 | 3.0 | 3.3 | 24.6 |
Stand 1. Januar 2025 | 10.7 | 20.2 | 3.7 | 20.0 | 54.6 |
Abgänge Konsolidierungskreis | - | - | - | -0.1 | -0.1 |
Bildung | 1.3 | 17.1 | 0.0 | 7.5 | 25.8 |
Auflösung | -1.2 | -4.6 | -0.0 | -0.2 | -6.1 |
im Geschäftsjahr benutzte Beträge | -1.0 | -11.9 | -0.6 | -2.3 | -15.9 |
Währungseffekte | - | - | - | -0.0 | -0.0 |
Stand 31. Dezember 2025 | 9.7 | 20.8 | 3.0 | 24.8 | 58.3 |
unter 1 Jahr | 1.0 | 8.5 | 0.0 | 21.2 | 30.7 |
1 bis 5 Jahre | 8.7 | 12.2 | 3.0 | 3.6 | 27.6 |
1Die Rückstellungen für variable Vergütungen / Long Term Incentive (LTI) werden innerhalb der Personalrückstellungen ausgewiesen (vorher Übrige). Die Vorjahreszahlen wurden im Umfang von 1.7 Mio. CHF entsprechend angepasst.
Die Zunahme bei den Personal- und Restrukturierungsrückstellungen ist im Wesentlichen auf die Kosten der Sozialpläne für die Umstrukturierung bei Goldbach und 20 Minuten sowie auf die neu unter Rückstellungen ausgewiesenen langfristigen Anteile für variable Vergütungen/Long Term Incentive Plan (LTI) zurückzuführen. Im Berichtsjahr wurden die im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für Sozialpläne (Abgangsentschädigungen und Frühpensionierungen), Retentionskosten, Liquidationskosten der Druckzentren und Schadenersatzzahlungen in Höhe von 9.9 Mio. CHF in Anspruch genommen. Im Umfang von 4.5 Mio. CHF konnten in früheren Perioden gebildete Rückstellungen für Sozialpläne aufgelöst werden.
In den übrigen Rückstellungen sind Rückforderungen von geltend gemachten Kurzarbeitsentschädigungen in Höhe von 13.0 Mio. CHF enthalten. Das Seco hat im Rahmen einer Prüfung Kurzarbeitsentschädigungen bei einzelnen Gesellschaften der TX Group zurückgefordert. Gegen die Rückforderungen wurden Rechtsmittel ergriffen; die Verfahren sind derzeit beim Bundesverwaltungsgericht hängig. Aktuell gibt es keine Hinweise auf weitere Prüfungen durch das Seco, solche bleiben jedoch möglich. Die Zunahme der übrigen Rückstellungen im aktuellen Berichtsjahr resultiert im Wesentlichen aus einer neu gebildeten Rückstellung im Zusammenhang mit einem verlustbringenden Vertrag sowie aus einer Rückstellung für leer stehende Büroräumlichkeiten.
Schwebende Geschäfte
Im Bereich Aussenwerbung bestehen Verträge mit einer Verpflichtung, künftige Leistungen zur Vermittlung eines bestimmten Umsatzes in Höhe von 189.7 Mio. CHF zu erbringen (Vorjahr: 242.0 Mio. CHF). Die Einschätzung des Managements ist analog zum Vorjahr, dass die vereinbarten Umsatzziele erreicht werden.
Im aktuellen Jahr bestehen wie im Vorjahr keine Abnahmevereinbarungen für die Beschaffung von Zeitungs- und Zeitschriftenpapier, die zukünftige Lieferperioden betreffen.
Bürgschaften, Rangrücktritte und Garantieverpflichtungen zugunsten Dritter/Nahestehender
Per Bilanzstichtag liegen Bürgschaften, Rangrücktritte und Garantieverpflichtungen zugunsten Nahestehender und Dritter in Höhe von total 22.6 Mio. CHF vor (Vorjahr: 23.4 Mio. CHF). Weitere Bürgschaften, Rangrücktritte oder Garantieverpflichtungen bestehen nicht.
Rückstellungen werden nur dann bilanziert, wenn eine Verpflichtung, die auf ein Ereignis in der Vergangenheit zurückzuführen ist, besteht oder wahrscheinlich erscheint und wenn die Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann.
Mögliche Verpflichtungen und solche, die nicht zuverlässig geschätzt werden können, werden als Eventualverbindlichkeit ausgewiesen.
Die Rückstellung für Dienstaltersgeschenke wird auf Basis versicherungsmathematischer Grundsätze erstellt. Die Personalrückstellungen umfassen im Wesentlichen die noch zu erwartenden Kosten für variablen Vergütungen/Long Term Incentive (LTI) und für die beschlossenen Restrukturierungsmassnahmen. Diese umfassen entsprechend primär Rückstellungen für verschiedene Sozialpläne. Die Rückstellungen für Rückbaukosten und Altlasten beinhalten geschätzte Kosten für Rückbauten beim Auszug aus gemieteten Räumlichkeiten und Garantien für Altlastenentsorgung bei verkauften Liegenschaften. Die Fälligkeit für die Rückbaukosten bei gemieteten Räumlichkeiten richtet sich nach der Laufzeit der jeweiligen Verträge. Die Rückstellungen für Prozessrisiken beziehen sich auf laufende Verfahren. Unter die übrigen Rückstellungen fallen verschiedene – einzeln betrachtet – nicht materielle Positionen. Für die langfristigen Rückstellungen wird der Abfluss innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet. Die Höhe der Rückstellungen und der Zeitpunkt der daraus resultierenden Mittelabflüsse basieren auf bestmöglichen Einschätzungen und können von den tatsächlichen zukünftigen Gegebenheiten abweichen.