3.4Finanzielles Risikomanagement
Der Verwaltungsrat der TX Group AG überwacht das Risikomanagement der Gesellschaft und genehmigt den allgemeinen Risikobericht, der eine aggregierte Sichtweise auf zentrale und dezentrale Risiken, wirtschaftliche Umfeldfaktoren und potenzielle Marktverzerrungen auf Gruppenstufe sowie auf Stufe der (alleine) kontrollierten Gesellschaften abdeckt. Das Risikomanagement ist in Risikosphären unterteilt, die entweder zentral in der TX Group oder dezentral in den Unternehmen bearbeitet werden. Die vom Verwaltungsrat bestimmten Risiko-Verantwortlichen identifizieren, bewerten und steuern die Risiken durch gezielte Massnahmen in einem systematischen, jährlich durchgeführten Prozess. Die Gesellschaft SMG verfügt über ein eigenes, von der TX Group unabhängiges Risikomanagement. Das finanzielle Risikomanagement, das Risiken für die finanzielle Stabilität der Gruppe wie Liquiditäts-, Währungs-, Zins- und Kreditrisiken adressiert, wird wie bisher vom Revisionsausschuss überwacht. Dieser beurteilt mindestens einmal jährlich die finanziellen Risiken der TX Group AG und berichtet darüber dem Verwaltungsrat.
Die grössten marktspezifischen Risiken liegen weiter in dem fortschreitenden Strukturwandel im Medienbereich. Die Printprodukte der Tamedia gehen im Konsumverhalten zurück und werden auf Dauer nicht durch weitere Kostenprogramme allein aufgefangen werden können. Im Digitalmarkt dominieren als Konkurrenten die grossen Big Tech Unternehmen sowohl mit ihren Produkten als auch im Werbemarkt. Drohende Werbeverbote, sinkende Preise im digitalen Werbemarkt sowie die Verlagerung von Werbebudgets ins Ausland erschweren die Entwicklung des Advertising-Geschäfts aller drei Medienunternehmen zusätzlich. Das Entstehen von Angeboten mit künstlicher Intelligenz (z.B. KI Chat Bots, KI Modus bei Google) drohen den Zugang zu Leserinnen und Leser weiter abzuschneiden und lässt Trafficquellen wie Google versiegen.
Marktrisiken
Die Marktrisiken werden für die einzelnen Medien-Unternehmen (Goldbach, 20 Minuten, Tamedia) und Portfolio-Unternehmen (JobCloud, Zattoo, Doodle) identifiziert und mit Massnahmen gemanagt:
Goldbach
- Politisch und regulatorisch bedingte Werbeverbote: Für Goldbach stellen politische und regulatorische Bestrebungen wie bspw. Verbote von Werbung auf öffentlichem Grund oder zur Bewerbung von spezifischen Produkten (z.B. fett- oder zuckerhaltige Lebensmittel) ein signifikantes Risiko dar. Neben den bereits getätigten Investitionen in OOH-Inventar wären auch die sonstigen Umsatzbereiche (TV/Radio/Digital) von Goldbach in hohem Masse betroffen. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, beteiligt sich Goldbach aktiv an politischen und regulatorischen Prozessen über Branchenverbände.
- Dominanz globaler Plattformen: Das digitale Werbegeschäft wird von globalen Plattformen dominiert, die dank stark skalierender Werbelösungen und dem weiterhin wachsenden Medienkonsum auf ihren eigenen Plattformen einen Grossteil der Werbeetats bei sich bündeln können. Goldbach begegnet dieser Entwicklung durch verstärkte Bündelung digitaler Kompetenzen, durch den Ausbau und die Optimierung programmatischer Vermarktung, insbesondere im Video-Bereich, sowie durch eine fokussierte Erschliessung neuer Wachstumsfelder. Dadurch stärkt Goldbach ihre Position im digitalen Werbemarkt und ihre Fähigkeit, sich mit den anhaltenden Marktveränderungen weiterzuentwickeln.
20 Minuten
- Einbruch im Werbemarkt: Wirtschaftliche Unsicherheiten und der Wandel im Medienkonsum hin zu globalen digitalen Plattformen sowie die Marktverzerrung im Nutzermarkt durch öffentlich-rechtliche Digitalangebote führen zu einem Rückgang im Werbemarkt. Traditionelle Medien verlieren Werbeeinnahmen, während Regulatorik sowie der verstärkte Einsatz von Ad-Blockern Reichweite und Adressierbarkeit von Werbung weiter einschränken. 20 Minuten setzt seit Anfang Januar 2025 auf eine Eigenvermarktung und tritt damit wieder in den direkten Kundenkontakt. Darüber hinaus wird in die Entwicklung neuer, digitaler Werbeformate investiert, die durch höhere Wirksamtkeit auch zu höheren Preisen angeboten werden können. Seit Oktober 2025 ist 20 Minuten mit einem neuen Markenauftritt und Digitalprodukt präsent, um das Nutzererlebnis zu verbessern und den Wert des Werbeumfelds zu erhöhen.
- KI-generierte Konkurrenz: Wenn Künstliche Intelligenz dazu verwendet wird, massenhaft Inhalte zu erstellen, die kostengünstig und schnell produziert werden, könnte eine Medienmarke wie 20 Minuten Marktanteile an solche KI-generierten Inhalte verlieren. 20 Minuten beobachtet die Marktentwicklungen sorgfältig und setzt Künstliche Intelligenz gezielt ein, um sowohl Qualitäts- als auch Effizienzsteigerungen zu erzielen und Produktinnovation zu betreiben. Gleichzeitig investiert 20 Minuten weiter in die Stärkung der Glaubwürdigkeit ihrer Marken durch die Umsetzung strenger publizistischer Leitlinien, Faktenchecks und den Ausbau journalistischer Eigenleistungen.
Tamedia
- Einbruch im Werbemarkt: Schlüsselkunden nutzen vermehrt digitale Werbeangebote und eigene Kanäle zu Lasten traditioneller Medien. Print verliert weiter an Attraktivität. Tamedia hat auf diese Entwicklung reagiert, indem eine Eigenvermarktung eingeführt und eine umfassende Analyse der Kundenbedürfnisse, Angebote, Prozesse sowie der Organisationsstruktur sowohl im Print- als auch im Digitalbereich durchgeführt und implementiert wird. Parallel dazu arbeitet Tamedia an der Erschliessung neuer Zielgruppen (insb. neuer Reichweite) und dem Ausbau an digitalem Werbeinventar (zusätzliche AdSlots, aber auch neue Werbeformate) und schafft damit die Voraussetzungen für eine Steigerung der Digital-Werbeerlöse.
- Verfehlung Umsatzziele im Nutzermarkt Print und Digital: Durch die Digitalisierung ist ein nahezu unbegrenztes Angebot an neuen Marken, Wettbewerbern und Kanälen entstanden. Die Zustellung von Printprodukten könnte in einigen Gebieten durch höhere Preise gefährdet sein. Zur Sicherung der Print-Umsätze werden Loyalitätsmassnahmen umgesetzt und der Kundendienst professionalisiert. Zudem beteiligt sich Tamedia aktiv an politischen Prozessen und arbeitet in enger Abstimmung mit der Zustellorganisation Presto an Lösungen für eine flächendeckende und bezahlbare Print-Zustellung. Die Grundlage für den Erfolg im Nutzermarkt bleibt der Qualitätsjournalismus. Im Rahmen der Strategie 2026 wurde die digitale Wertschöpfungskette umfassend überarbeitet: Tamedia reorganisiert die Inhaltserstellung und investiert in neue Talente, Prozesse und Tools. Zudem wird der digitale Lesermarkt neu aufgestellt und mit neuen Vermarktungs-Kooperationen (national bekannte Partner) wird die Sichtbarkeit der Angebote erhöht, um neue Zielgruppen anzusprechen.
Portfolio-Unternehmen
- JobCloud ist in einem zyklischen Markt tätig, dessen Entwicklung stark von der wirtschaftlichen Lage und der Beschäftigungsdynamik abhängt. Konjunkturelle Abschwünge können Umsatz und Wachstum beeinträchtigen. Technologische Entwicklungen, insbesondere im Bereich künstlicher Intelligenz, bieten Chancen für Effizienzsteigerungen und neue Recruiting-Lösungen, bergen jedoch auch potenzielle Disruptionsrisiken. Trotz dieses Umfelds bleibt JobCloud hochprofitabel und verfügt über eine starke Marktstellung sowie eine breite Kundenbasis.
- Zattoo ist trotz stabiler Abo-Erlöse weiterhin auf Werbeumsätze angewiesen. Ein Konzentrationsrisiko besteht durch die Abhängigkeit von wenigen Grosskunden.
- Doodle bleibt ebenfalls vom Werbemarkt abhängig, obwohl mittlerweile signifikant mehr Einnahmen aus Subscriptions mit Abos erzielt werden. Der Fokus liegt auf Kundenbindung und der Weiterentwicklung des Angebots.
In den Bereichen Personal, Finanzen, Legal und Technologie werden die Risiken ebenfalls gemanagt. Um technische Störungen von IT-Systemen vorzubeugen, investiert die TX Group in die Modernisierung und die Optimierung ihrer Infrastruktur. Gleichzeitig sieht sie sich erheblichen Cyberrisiken ausgesetzt, darunter potenzielle Angriffe auf die Supply Chain, die Infrastruktur und die Druckzentren. Zur Bekämpfung dieser zunehmenden Cyberkriminalität setzt die TX Group auf kontinuierliche Sicherheitsmassnahmen und kooperiert mit führenden Anbietern.
Währungsrisiken
Risiken aus Wechselkursschwankungen können vor allem aus Papiereinkäufen oder Investitionen resultieren. Wechselkursrisiken werden, wo als sinnvoll erachtet, zentral mittels Cashflow-Hedges abgesichert und entsprechend minimiert.
Derzeit stammen Währungsrisiken hauptsächlich aus Einkäufen, die in Fremdwährungen getätigt werden und deren Betriebserträge überwiegend in CHF generiert werden, sowie aus Beteiligungen, die in einer fremden Währung geführt werden. Der Gegenwert der Einkäufe in Fremdwährung belief sich 2025 auf 84.4 Mio. CHF (Vorjahr: 101.2 Mio. CHF). Die Risiken umfassen mehrheitlich Geschäfte in Euro und wurden für die Papiereinkäufe 2026 im Umfang von 17.7 Mio. CHF abgesichert (Absicherung 2024 für die Papiereinkäufe 2025 in Höhe von 21.0 Mio. CHF). Nicht berücksichtigt sind in den obigen Einkäufen in Fremdwährung die Einkäufe in Fremdwährung der ausländischen Goldbach-Group-Gesellschaften, da deren Einkäufe aufgrund der gleichfalls in Euro anfallenden Betriebserträge keinem wesentlichen Währungsrisiko ausgesetzt sind. Auf Absicherungen für das Fremdwährungsrisiko bei Beteiligungen wird verzichtet. Angaben zu den bestehenden Absicherungen für 2025 mit Devisentermingeschäften finden sich in den nachfolgenden Bereichen. Angaben zur Verbuchungssystematik dieser Cashflow Hedges finden sich in den Bewertungsgrundsätzen.
Die Auswirkungen einer möglichen Veränderung der Fremdwährungskurse um 5% bei den in der Bilanz enthaltenen Positionen in Euro, serbischen Dinar, US-Dollar und britischen Pfund auf das Ergebnis vor Steuern belaufen sich per Ende 2025 auf 0.0 Mio. CHF (Vorjahr: –0.1 Mio. CHF).
Zinsrisiken
Das Zinsrisikomanagement erfolgt zentral. Kurzfristige Zinssatzrisiken werden in der Regel nicht abgesichert. Am Bilanzstichtag bestand keine Absicherung für langfristige Zinsrisiken.
Das Risiko aus der Veränderung von Marktzinsen betrifft vor allem die bestehenden kurzfristigen und langfristigen Finanzverbindlichkeiten.
Aus der folgenden Übersicht gehen die Positionen, die Zinsrisiken ausgesetzt sind, und die Auswirkungen einer möglichen Veränderung der Zinssätze auf das Ergebnis vor Steuern hervor:
2025 | 2024 | |||
in Mio. CHF | variabel verzinslich | festverzinslich | variabel verzinslich | festverzinslich |
Aktiven | ||||
Flüssige Mittel | 309.0 | - | 380.3 | - |
Darlehensforderungen | 0.7 | 151.2 | 0.9 | 156.6 |
Andere Finanzforderungen | 27.7 | - | 32.6 | 3.3 |
Passiven | ||||
Bankverbindlichkeiten und -darlehen | - | - | - | - |
Einfluss auf Ergebnis vor Steuern bei Veränderung um +/– 0.1% | 0.3 | - | 0.4 | - |
Kreditrisiken
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt eine laufende Überwachung durch standardisierte Prozesse, die sich im Inkassowesen auch auf externe Partner abstützen. Basierend auf einheitlichen Richtlinien werden die notwendigen Wertberichtigungen vorgenommen. Die Gefahr von Klumpenrisiken wird durch die grosse Anzahl und die breite Streuung der Forderungen gegenüber Kunden aus allen Marktsegmenten minimiert. Quantitative Angaben zum Kreditrisiko aus der operativen Tätigkeit finden sich in Anmerkung 2.1 «Nettoumlaufvermögen» zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Das Kreditrisiko, das aus den flüssigen Mitteln und aus anderen finanziellen Werten resultiert, besteht im Ausfall der Gegenpartei, wobei sich das maximale Risiko auf den Buchwert beläuft. Die flüssigen Mittel werden diversifiziert bei Schweizer Banken hinterlegt, deren Kreditausfallrisiko basierend auf den aktuellen Kreditratings von Standard & Poorʼs oder Moodyʼs als tief eingeschätzt wird. Das Aktivdarlehen gegenüber General Atlantic SC B.V. ist mittels Verpfändung der gehaltenen Anteile an SMG Swiss Marketplace Group Holding AG gesichert.
Liquiditätsrisiko
Dem Risiko, nicht über die notwendige Liquidität zur Begleichung der Verbindlichkeiten zu verfügen, wird durch eine laufende Liquiditätsplanung Rechnung getragen. In der Liquiditätsplanung werden sowohl die operative Geschäftstätigkeit als auch die Forderungen und Verbindlichkeiten berücksichtigt.
Die Bewirtschaftung der Liquidität sowie die langfristige Finanzierung sind zwecks Optimierung der Finanzmittel zentralisiert. Damit werden eine kosteneffiziente Kapitalbeschaffung sowie eine auf die Zahlungsverpflichtungen abgestimmte Liquidität sichergestellt.
Die Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten gehen aus der folgenden Übersicht hervor:
in Mio. CHF | nicht verfallen / auf Abruf | bis 3 Monate | 4 bis 12 Monate | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Total |
2025 | ||||||
Finanzverbindlichkeiten | 3.7 | 18.6 | 48.8 | 151.1 | 10.5 | 232.7 |
davon derivative Finanzinstrumente | - | 0.0 | 0.0 | - | - | 0.0 |
davon Leasingverbindlichkeiten | - | 18.6 | 48.8 | 142.5 | 10.5 | 220.4 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 54.6 | - | - | - | - | 54.6 |
Übrige Verbindlichkeiten | 4.2 | - | - | - | - | 4.2 |
Total | 62.5 | 18.6 | 48.8 | 151.1 | 10.5 | 291.5 |
2024 | ||||||
Finanzverbindlichkeiten | 0.2 | 19.0 | 45.1 | 183.4 | 8.6 | 256.2 |
davon derivative Finanzinstrumente | - | 0.0 | 0.0 | - | - | 0.1 |
davon Leasingverbindlichkeiten | - | 19.0 | 44.4 | 166.7 | 8.6 | 238.7 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 69.1 | - | - | - | - | 69.1 |
Übrige Verbindlichkeiten | 4.7 | - | - | - | - | 4.7 |
Total | 73.9 | 19.0 | 45.1 | 183.4 | 8.6 | 330.0 |
Devisentermingeschäfte
in Mio. CHF | 2025 | 2024 |
Kontraktvolumen | 17.7 | 21.0 |
Marktwert, fällig | 0.1 | 0.1 |
unter 1 Jahr | 0.1 | 0.1 |
1 bis 5 Jahre | 0.0 | 0.0 |
über 5 Jahre | - | - |
Angaben zu Cash Flow Hedge | ||
Als Cash Flow Hedge direkt im sonstigen Ergebnis erfasst | 0.1 | 0.1 |
Im Rahmen der vorgesehenen Absicherung verwendet | -0.2 | -0.1 |
Direkt in der Erfolgsrechnung erfasst | - | - |
Der Marktwert dieser derivativen Finanzinstrumente wird je nach Fälligkeit unter den kurzfristigen oder den langfristigen Finanzforderungen oder -verbindlichkeiten ausgewiesen.
Finanzinstrumente
Kategorie | 31.12.2025 | 31.12.2024 | |||
|---|---|---|---|---|---|
in Mio. CHF | Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert | |
Flüssige Mittel | 1 | 309.0 | 309.0 | 380.3 | 380.3 |
Kurzfristige Finanzanlagen | 17.6 | 17.6 | 17.4 | 17.4 | |
davon Wertschriften | 4 | 17.5 | 17.5 | 17.3 | 17.3 |
davon Devisentermingeschäfte | 3 | 0.1 | 0.1 | 0.1 | 0.1 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2 | 172.7 | 172.7 | 191.3 | 191.3 |
Kurzfristige Finanzforderungen | 2 | 15.2 | 15.2 | 26.0 | 26.0 |
Langfristige Finanzanlagen | 224.6 | 220.1 | 208.7 | 203.9 | |
davon sonstige Beteiligungen – Eigenkapitalinstrumente | 3 | 69.1 | 69.1 | 58.5 | 58.5 |
davon sonstige Beteiligungen – keine Eigenkapitalinstrumente | 4 | 0.1 | 0.1 | 0.2 | 0.2 |
davon Darlehensforderungen | 2 | 152.6 | 148.2 | 147.0 | 142.3 |
davon sonstige langfristige Finanzanlagen – keine Eigenkapitalinstrumente | 2 | 2.7 | 2.7 | 3.0 | 3.0 |
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 3.7 | 3.7 | 0.8 | 0.8 | |
davon Devisentermingeschäfte | 5 | 0.0 | 0.0 | 0.1 | 0.1 |
davon sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 6 | 3.7 | 3.7 | 0.8 | 0.8 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6 | 54.6 | 54.6 | 69.1 | 69.1 |
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 6 | 4.2 | 4.2 | 4.7 | 4.7 |
Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 8.6 | 8.6 | 16.7 | 16.7 | |
davon Kaufpreisverpflichtungen | 7 | 8.6 | 8.6 | 16.6 | 16.6 |
davon Verpflichtungen zum Kauf eigener Eigenkapitalinstrumente | 7 | - | - | 0.1 | 0.1 |
davon sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 7 | - | - | - | - |
Kategorisierung Finanzinstrumente nach IFRS 9 | |||||
Flüssige Mittel – zu fortgeführten Anschaffungskosten | 1 | 309.0 | 309.0 | 380.3 | 380.3 |
Darlehen und Forderungen – zu fortgeführten Anschaffungskosten | 2 | 343.2 | 338.8 | 367.4 | 362.6 |
Finanzielle Vermögenswerte – zum Fair Value mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis | 3 | 69.2 | 69.2 | 58.6 | 58.6 |
Finanzielle Vermögenswerte – zum Fair Value mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust | 4 | 17.6 | 17.6 | 17.4 | 17.4 |
Finanzielle Verbindlichkeiten – zum Fair Value mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis | 5 | 0.0 | 0.0 | 0.1 | 0.1 |
Finanzielle Verbindlichkeiten – zu fortgeführten Anschaffungskosten | 6 | 62.5 | 62.5 | 74.5 | 74.5 |
Finanzielle Verbindlichkeiten – zum Fair Value mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust | 7 | 8.6 | 8.6 | 16.7 | 16.7 |
TX Group wendet zur Bestimmung des Marktwertes von Finanzinstrumenten die folgenden Hierarchiestufen an:
- Klasse 1: Börsenkurse an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
- Klasse 2: Marktwerte, die auf Basis von beobachtbaren Marktdaten ermittelt werden. Dabei werden entweder notierte Preise auf nicht aktiven Märkten oder nicht notierte Preise berücksichtigt. Zudem können solche Verkehrswerte auch indirekt aus Preisen abgeleitet werden.
- Klasse 3: Marktwerte, die nicht auf Basis von beobachtbaren Marktdaten ermittelt werden.
Die in den kurzfristigen Finanzanlagen gehaltenen Devisentermingeschäfte sind die einzigen Finanzinstrumente, die in der Klasse 2 der Hierarchiestufen der Marktwerte gruppiert werden. Per 31. Dezember betragen diese netto 0.1 Mio. CHF (Vorjahr: null) und sind demnach unwesentlich, weshalb auf eine weitere Offenlegung verzichtet wird.
In der Klasse 3 der Hierarchiestufen der Marktwerte sind vor allem die Eigenkapitalinstrumente der sonstigen Finanzanlagen sowie allfällige Kaufpreisverpflichtungen erfasst. Investiert wird insbesondere in Beteiligungen in der Aufbauphase (Startups), bei welchen keine beobachtbaren Marktpreise vorliegen. Deshalb wird eine geeignete alternative Bewertungsmethode für die Ermittlung des Fair Values der Beteiligungen angewendet. Dies kann unter anderem der von Dritten bezahlte Preis bei Finanzierungsrunden, eine Ermittlung mittels Barwertmethode (DCF-Ermittlung) oder die Marktpreisermittlung mittels Multiples sein. Inputfaktoren sind zum Beispiel Vertragsdetails zu den Finanzierungsrunden inklusive bezahlten Preises durch Dritte oder Businesspläne, welche die neuesten Einschätzungen betreffend Entwicklungen von Betriebsertrag und Kosten beinhalten. Für die quantitativ bedeutendste sonstige Beteiligung an Joveo Inc., welche per 31. Dezember 2025 mit einem Wert von 9.8 Mio. CHF in der Bilanz erfasst ist, erfolgte die Bewertung auf Basis eines unabhängigen Gutachtens, das im zweiten Halbjahr 2025 erstellt wurde. Die weiteren sonstigen Beteiligungen (inklusive deren Sensitivität) sind für die TX Group als unwesentlich zu betrachten. Die Überprüfung der Bewertung der sonstigen Beteiligungen wird halbjährlich vorgenommen.
Die Veränderung der sonstigen Beteiligungen im Berichtsjahr ist in nachstehender Tabelle ersichtlich:
in Mio. CHF | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
Sonstige Beteiligungen per 1. Januar | 58.6 | 49.1 |
Zugänge | 11.6 | 11.2 |
Abgänge | -0.2 | - |
Direkt im sonstigen Ergebnis erfasste Veränderungen | -0.8 | -1.7 |
Sonstige Beteiligungen per 31. Dezember | 69.2 | 58.6 |
Der Klasse 1 der Hierarchiestufen zur Bestimmung des Marktwertes sind alle übrigen zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente zugeordnet. Zwischen den drei Klassen fanden keine Transfers statt.
Terminkontrakte und Optionen werden nicht spekulativ, sondern selektiv und ausschliesslich zur Reduktion geschäftsbedingter Währungs- und Zinsrisiken mit Finanzinstituten getätigt. Devisenderivate werden nach Massgabe der Abwicklung abgesicherter Positionen als Fair Value Hedges oder als Cashflow Hedges entweder zusammen mit den entsprechenden Grundgeschäften oder separat per Bilanzstichtag zum Marktwert bewertet.
Derivative Finanzinstrumente, wie beispielsweise Zinssatz-Swaps, Devisengeschäfte und bestimmte in Basisverträge eingebettete derivative Finanzinstrumente, werden in der Bilanz entweder als kurzfristige oder langfristige Finanzanlage oder -verbindlichkeit zu Marktwerten erfasst. Die Veränderung der Marktwerte wird entweder erfolgswirksam im Jahresergebnis oder direkt im sonstigen Ergebnis verbucht, abhängig davon, zu welchem Zweck das jeweilige derivative Finanzinstrument eingesetzt wird.
Bei Fair Value Hedges wird die Veränderung des Marktwertes des wirksamen Anteiles (des derivativen Finanzinstrumentes und des abgesicherten Grundgeschäftes) sofort erfolgswirksam verbucht. Bei den als Cashflow Hedges (Absicherung der Mittelflüsse) qualifizierten derivativen Finanzinstrumenten wird die Veränderung des Marktwertes des wirksamen Anteiles des derivativen Finanzinstrumentes so lange über das sonstige Ergebnis verbucht, bis das gesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam verbucht wird.
Die Veränderung des Marktwertes von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht als Accounting Hedges (im oben genannten Sinne) bezeichnet oder als solche qualifiziert werden, wird erfolgswirksam als Bestandteil des Finanzertrages/-aufwandes erfasst. Dies gilt auch für im oben genannten Sinne gehandhabte Fair Value Hedges und Cashflow Hedges ab dem Zeitpunkt, ab dem diese Finanzinstrumente nicht mehr als solche Accounting Hedges qualifiziert werden.
Vertragliche Verpflichtungen zum Kauf eigener Eigenkapitalinstrumente (wie zum Beispiel Put-Optionen auf Minderheitsanteilen) ziehen die Erfassung einer finanziellen Verpflichtung nach sich. Die finanzielle Verpflichtung wird zum Barwert des Ausübungsbetrages über das Jahresergebnis erfasst. Ihr Fair Value wird regelmässig überprüft und eine Wertänderung nach der erstmaligen Erfassung im Finanzergebnis erfasst.